Erste deutsche Drag Rapperin veröffentlicht neue Single: “Nenn mich doch Schwuchtel”

Der 20-Jährige Tim hat eine Kunstfigur geschaffen, die einmalig in Deutschland ist: Rapperin und gleichzeitig Drag Queen – also Drag Rapperin. Dass das zusammenpasst und welche Bedeutung dies für die LGBTIQ*-Community haben kann, wird mit der neuen Single “Schwuchtel” deutlich.

Der Titel mag zunächst wie ein schwulenfeindlicher und banaler Rap-Song klingen. Doch Avery, so der Name der Rapperin, nutze das Schimpfwort nicht, um Homosexuelle anzugreifen, sondern um das Wort ein Stück weit zurück zu beanspruchen. Im positiven Sinn natürlich.

Avery ist auf verschiedenen Social-Media-Kanälen aktiv. Hier bewirbt sie ihre neue Single.

Drag Rapperin: passt das zusammen?

Wir finden, dass es ein wichtiger Schritt ist, Drag und Rap zusammenzubringen. Gegenwärtig ist die Rap-Branche sehr männerdominiert und lässt keinen Platz für sexuelle Vielfalt.

Avery macht Hoffnung: die Musikbranche braucht Vielfalt und Abwechslung. Deutschrap steht auch heutzutage noch in unmittelbarer Verbindung mit Schwulen- und Frauenhass. Lang genug wurde Homophobie in der Rap-Branche legitimiert. Es sei nur ein “Stil-Mittel”. Damit muss Schluss sein. Eine Recherche von puls hat ergeben, dass die Häufigkeit von homophoben Begriffen zwischen 2000 und 2009 besonders hoch war. In den letzten Jahren ist ein positiver Trend aufgefallen: immer mehr Rapper*innen bekennen sich Pro-LGBT. So hat der Rapper Bushido beispielsweise im November Schlagzeilen gemacht, weil er sich mit einer Regenbogenflagge fotografierte.

Die Musik ist überall erhältlich. Hier könnt ihr die Single auf Spotify hören:

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